PORTA

Das ProjektORienTierte Arbeiten (PORTA) wird an der IGS Embsen als ein wesentliches Unterrichtselement angesehen [siehe Konzept zu PORTA] und stellt eine Säule unseres Schullebens dar, die von der Gesamtheit der einzelnen Fächer und Fachbereiche getragen wird, so dass es neben Projekten im Fachunterricht ein vierstündiges, im Stundenplan fest verankertes Unterrichtsfach PORTA gibt.

Fachleiterin: Wiebke Formann

Ausführliche Informationen finden Sie unter nachfolgenden Links:

Das PORTA-Konzept für den kommenden 8. Jahrgang ist vom Zukunftszentrum Lehrerbildung (ZZL) der Leuphana Universität im Rahmen des Wettbewerbs "Nah dran - Die Praxis als Vorbild" ausgezeichnet worden.

urkundeDer Schwerpunkt des Wettbewerbes lag auf der Erarbeitung von innovativer und fächerübergreifender Projektarbeit. Der Entwurf unserer Schule für die Durchführung von PORTA im achten Jahrgang überzeugte die Jury, sodass Simona Leers (Fachleitung PORTA) und Nils Heinrichs (Didaktischer Leiter), die das Projekt unter Mitarbeit der Fachbereiche der IGS Embsen eingereicht hatten, am 03.06.2015 die Urkunde entgegennehmen konnten.

Neben dem Preisgeld schließt sich eine Betreuung unseres Projektes durch die Leuphana und einem Träger des Deutschen Lehrerpreises an. Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und auf die Zusammenarbeit.

Video

In Kooperation mit der Leuphana ist ein schöner Schulfilm entstanden. Vielen Dank dafür und viel Spaß beim Anschauen!

PORTA in den Jahrgängen

Im 5. Jahrgang steht das Projektlernen im Vordergrund. Das Konzept wird aktuell wie folgt umgesetzt:

Bis zu den Herbstferien steht das „Kennenlernen“ in allen Fächern im Vordergrund. Die erste Schulwoche verbringt jede Klasse ausschließlich bei dem Tutorenteam. Gemeinsam werden die Schule erkundet, Regeln und Rituale eingeübt, Strukturen der IGS, wie z.B. das Logbuch, eingeführt und sich gegenseitig durch verschiedene Übungen und gemeinsame Aktionen kennengelernt.
Die Inhalte dieser Kennenlernwoche werden im Rahmen des „Sozial- und Methodentrainings“ bis zu den Herbstferien in PORTA weitergeführt. Hier wird geübt, miteinander zu arbeiten. Die Reflexion der Gruppenprozesse spielt wie auch bei allen weiteren Projekten eine große Rolle, da es eine hohe Anforderung ist, wirklich miteinander zu arbeiten.
Bei einem Projekttag im Wald kann die Klasse erleben, was sie schon zusammen meistern kann.

Nach den Herbstferien führen die festen Tischgruppen ihr erstes gemeinsames Projekt durch. Bei dem Projekt „Wirbeltiere“ wird im Fächerübergriff mit Deutsch und Naturwissenschaften geübt, einen Sachtext mithilfe der Methode des Textknackers inhaltlich zu erfassen und die Informationen auf einem Lernplakat darzustellen. Jede Tischgruppe erstellt ein Plakat zu einer Wirbeltiergruppe und bekommt Rückmeldung zur Gestaltung des Plakats. Anschließend fertigt jeder mit den erworbenen Fähigkeiten einen Steckbrief über das eigene Lieblingstier an.

Die „Faschingsfeier“ des Jahrgangs ist das Ergebnis eines weiteren Projektes im 5. Jahrgang. Nachdem die Schülerinnen und Schüler etwas über Brauchtümer und Feste gelernt haben, bereiten sie das gemeinsame Fest vor und übernehmen verschiedene Aufgaben in der Planung und Durchführung.

Zum Thema „Naturereignisse“ erhalten die Schülerinnen und Schüler erstmals mehr Freiraum zum eigenständigen Arbeiten. Die Tischgruppen entwickeln ihre eigene Fragestellung und setzen sich selbstständig mit dem Thema auseinander. Dabei lernen sie den Projektplan als Hilfsmittel und Planungsinstrument kennen. In einer jahrgangsoffenen Präsentation stellen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre Modelle von Vulkanen, Plakate über die Folgen von Erdbeben usw. vor und lernen voneinander.

Das Projekt „Berufsorientierung“ beinhaltet die Vorbereitung des Zukunftstages für Mädchen und Jungen. Die Schülerinnen und Schüler beginnen in diesem Zusammenhang ein persönliches Portfolio zu erstellen.

Im „Literaturprojekt“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler tiefergehend mit den Büchern aus dem Deutschunterricht auseinander. In PORTA ist Zeit, sich mit den Geschichten, Personen und Werten zu beschäftigen, die hinter den Geschichten stehen und in klassennübergreifenden Interessensgruppen an selbstgewählten Themen zu arbeiten, wie z.B. Szenen nachzuspielen, Kapitel weiterzuschreiben, Charaktere auszugestalten.

Außerdem ist das „Sozialtraining“ fester Bestandteil von PORTA. Angelehnt an den Gruppenprozess werden Konflikte analysiert und Regeln vereinbart. Dabei wird ein konstruktiver Konfliktbegriff herausgearbeitet und deutlich gemacht, dass Konflikte auch Chancen bieten. Durch das Formulieren von nichtverletzenden Ärgermitteilungen (Ich-Botschaften) lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Gefühle und Wünsche zu äußern und auch in Konfliktsituationen die Beziehung zwischen den Beteiligten aufrechtzuerhalten.

Im 6. Jahrgang wird die Projektarbeit vertieft. Das Konzept wird aktuell wie folgt umgesetzt:

Zu Beginn des Schuljahres wird die Zeit in PORTA für „Tischgruppentraining“ genutzt, um die Zusammenarbeit in der neuen Tischgruppe zu fördern. Außerdem werden im „Methodentraining“ weitere Methoden- und Arbeitstechniken eingeführt, welche das selbstständige Lernen der Schülerinnen und Schüler unterstützen und auf die Anforderungen der neuen Jahrgangsstufe vorbereiten.

Durch das Projekt „Kennenlernen der Kulturen“ soll das multikulturelle Bewusstsein gefördert werden, indem zunächst ausgehend von der eigenen Familiengeschichte Begriffe wie Heimat, Kultur und Migration geklärt werden, bevor in verschiedenen Workshops Besonderheiten fremder Kulturen erarbeitet und anschließend für die Klasse präsentiert werden.

Im Rahmen des Projektes „Wir stellen unsere Schule vor“ lernen die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler Portfolioarbeit kennen und werden in die systematische Dokumentation von Projektprozessen eingeführt. In kleinen Präsentationen stellen sie interessierten Eltern und Freunden „ihre Schule“ vor und sammeln vor einem wohlwollenden Publikum weitere Erfahrungen im Präsentieren.

Das Projekt „Zeitzeugenkisten“ greift mehrere Themen aus dem Gesellschaftslehreunterricht auf. In Kleingruppen versetzen sich die Schülerinnen und Schüler noch einmal in die Steinzeit, das antike Ägypten, Griechenland, Europa oder das Römische Reich. Sie dokumentieren „ihre“ Lebenswelt, indem sie eine Kiste mit Informationen und Gegenständen bestücken, mithilfe derer sie ein Referat über die Epoche gestalten.

Berufsorientierung wird im 6. Jahrgang in PORTA durch das Projekt „BO II“ fortgeführt. Dabei können die eigenen Fähigkeiten durch verschiedene praktische Test (z.B. einen Draht biegen, statische Rätsel lösen usw.) herausgefunden werden. Der Zukunftstag ist auch in dem Jahrgang wieder fester Bestandteil des Berufsorientierungskonzeptes.

Die „Vorbereitung der Klassenfahrt“ findet in PORTA ausreichend Zeit. Dabei werden neben der Vorbereitung auf das Programm und den Ort auch Wünsche und Ängste aufgegriffen, damit sich jeder auf das Erlebnis freuen kann. Die Organisation einer Dokumentation (z.B. in Form eines Tagebuches) wird vorbereitet und nach der Fahrt fertiggestellt.

Im Fächerübergriff mit Nawi findet das Projekt „Liebe, Freundschaft, Sexualität“ statt. Dabei wird der Naturwissenschaftenunterricht ergänzt, indem die Schülerinnen und Schüler in einem Lernbuffet vertiefen können, was mit ihnen während der Pubertät passiert und dieses verarbeiten, indem sie z.B. durch Ratgeber, mit Freundschaftstest oder in Rollenspielen über die wichtigen Themen in der Pubertät informieren.

Angelehnt an das Sozialtraining von Lions-Quest „Erwachsen werden“ werden im sechsten Jahrgang außerdem zwei weitere Bausteine zum „Sozialtraining“ durchgeführt, die den Umgang mit Gefühlen trainieren und das Selbstvertrauen stärken.

Im 7. Jahrgang wird die Projektarbeit genutzt, um allen Schülerinnen und Schülern (auch denen, die eine Fremdsprache gewählt haben) die Themenfelder des Faches „Arbeit-Wirtschaft-Technik“ näher zu bringen. In kurzen Projekten werden alle Themenfelder der drei Teilbereiche Technik, Haushalt und Textil abgedeckt. Dazu sind die Klassen in den Phasen der AWT-Projekte halbiert. Die kleinen Gruppen durchlaufen im siebten Schuljahr folgende AWT-Projekte:

- Stoff- und Produktherstellung: Holzfiguren
- Arbeitsplatz Küche, Techniken der Nahrungszubereitung: Herstellung einfacher Speisen
- Gesundheit: Vollwertige Ernährung
- Textilien im Alltag: Herstellung eines Textilproduktes
- Konsumenten im Wirtschaftsgeschehen: Von der Selbstversorgung zur Arbeitsteilung
- Ggf. Energieumwandlung: Herstellen einer LED-Taschenlampe
- Ggf. Elektromechanische Bauteile: Experimente zur Elektrotechnik

Außerdem werden in dem Wechselrhythmus noch drei weitere Projekte organisiert, die zwar nicht zu dem Fach AWT zählen, aber ebenfalls nur kleiner Lerngruppen bedürfen:

„Computerführerschein“
„10-Finger-Tippen“
„Präsentationscoaching“

Das Schuljahr beginnt trotz des AWT-Schwerpunktes wie alle Jahre mit einem „Tischgruppen- und Methodentraining“, denn auch wenn die Tischgruppen aufgrund der erworbenen Kompetenzen aus den ersten beiden Jahren bereits schneller erfolgreich zusammenarbeiten, können hier Anreize zur Weiterentwicklung gegeben werden, welche die Tischgruppe festigen.

Auch im 7. Jahrgang wird rund um den Zukunftstag in PORTA „Berufsorientierung“ durchgeführt und damit das persönliche Portfolio der Schülerinnen und Schüler fortgeführt. Sie lernen ihre Erfahrungen z.B. in Berufsfelder zu sortieren und stellen ihre Betriebe anschließend für die Klasse vor.

Anschließend an den Gesellschaftslehreunterricht findet in PORTA ein „Mittelalterprojekt“ statt. Dabei werden Schwerpunktthemen, wie z.B. Kleidung, Zünfte, Ernährung, Glaube im Jahrgang arbeitsteilig bearbeitet und anschließend in einer Jahrgangspräsentation den anderen Klassen vermittelt. Die Klassen entwickeln nach einer kurzen Lehrgangsphase selbstständig ihr Vorgehen bei der Erarbeitung und die Präsentationsform. Dabei wird die Projektplanung und –dokumentation in Absprache mit der ganzen Klasse trainiert.

Im „Kreativprojekt“ in Anlehnung an die Fächer Kunst und Musik werden Farben aus Naturprodukten hergestellt und anschließend mit diesen Farben ausgewählte Musikstücke interpretiert. Dabei wird der Entstehungsprozess des Produktes deutlich herausgearbeitet und Kreativität in den verschiedenen Phasen gefördert.

Im 8. Jahrgang wird PORTA insbesondere durch die „Herausforderung“ geprägt. In Anlehnung an das Konzept der Langzeitprojekte von der Max-Brauer-Schule in Hamburg stellen sich die Schülerinnen und Schülergemeinsam mit ihrer Klasse einer selbstgewählten Herausforderung, bei der sie sich und ihre Projektkompetenzen in einer „außerschulischen Situation“ erproben. Dabei ist einerseits die Durchführung, andererseits aber auch die Planung und Finanzierung die Herausforderung, weil die Schülerinnen und Schüler dies alles selbstverantwortlich organisieren müssen.

Die Herausforderung wird bereits im 7. Jahrgang angebahnt und zu Beginn des achten Schuljahres durch verschiedene Inputs z.B. zu „Finanzierungsplanung“ gestartet.
Es gibt dann im Laufe des Schuljahres mehrere kurze Projektphasen in PORTA, aber auch in der Tutorenstunde bzw. je nach Art der Herausforderung und Finanzierung wird diese auch in anderen Unterrichtsfächern immer wieder thematisiert. Die Durchführung erfolgt in der Woche zwischen Himmelfahrt und Pfingsten und schließt mit einer Präsentation der verpflichtenden Dokumentation des Projektes im Rahmen der Schulöffentlichkeit ab.

Weitere bekannte Bestandteile werden auch im achten Jahrgang in PORTA fortgeführt: PORTA beginnt mit einem kurzen „Tischgruppentraining“.
Das „Sozialtraining“ in Anlehnung an Lions Quest wird fortgeführt, in Jahrgang 8 zum Thema „Ich entscheide für mich selbst“ und damit unter der Überschrift von Suchtprophylaxe. Diese wird auch beim „Methodentraining“ verfolgt, bei der nach einem Lehrgang zur Internetrecherche in der Projektphase nach selbstständiger Recherche Steckbriefe zu dem Themenbereich erstellt werden.

„Berufsorientierung“ hat mit der Vorbereitung des Schulpraktikums einen besonderen Stellenwert im achten Jahrgang. Die Schülerinnen und Schüler erkunden den regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt und besuchen in dem Zusammenhang das Berufsinformationszentrum (BIZ) und den Berufsfindungsmarkt der Berufsbildenden Schule Lüneburg. Im Fächerübergriff mit Deutsch und Unterstützung ihrer Tutoren schreiben sie dann ihre Bewerbungen für das Praktikum im 9. Jahrgang.

Nachdem im siebten Jahrgang diverse AWT-Projekte aus den drei Teilbereiche Technik, Haushalt und Textil durchgeführt wurden, besteht das Fach ab Jahrgang 8 nur noch aus „Wirtschaft“. Dies wird in PORTA in zwei Projekten zu den „Aufgaben und Ziele von Unternehmen“ und „Aufgaben des Staates in Wirtschaftsprozessen – Wirtschaft braucht Regeln“ aufgegriffen. In diesem Rahmen nehmen die Schülerinnen und Schüler erneut an dem Zukunftstag teil.

Als weitere Fachprojekte wird im Rahmen von Religion/ Werte und Normen zu „Strafe und Gerechtigkeit“ auseinandergesetzt und in Fortführung des Nawi-Unterrichtes eine kleine wissenschaftliche Untersuchung im Themenbereich „Ernährung“ durchgeführt und damit erstes wissenschaftliches Arbeiten angebahnt.

In diesem Jahrgang wird das Konzept wie folgt fortgeführt:

Um das Einfinden in die neuen Tischgruppen zu erleichtern, beginnt das Schuljahr mit einem Tischgruppentraining gefolgt von einem Sozialtraining, das besonders die persönlichen und beruflichen Ziele der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt rückt. Das Wirtschaftsmodul „Smart Home“ gibt dann praktische Tipps und Hinweise zu den Themen „Verträge, Versicherungen, Wohnkonzepte“, die die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Zukunftsvorstellungen in ihr zweiwöchiges Praktikum mitnehmen. Selbstverständlich erhalten die Schülerinnen und Schüler auch eine Einführung in ihre Rechte und Pflichten als Praktikanten bzw. zukünftige Arbeitnehmer. Im Anschluss an das Praktikum werden die Erfahrungen analysiert und Informationen an den folgenden Jahrgang weitergegeben.

Es wird in PORTA zunehmend auf die Eigenständigkeit und die Verantwortungsübernahme der Schülerinnen und Schüler hingearbeitet. Diese kann beispielsweise in den freien Projekten gezeigt werden, bei denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Lehrkraft die inhaltlichen Schwerpunkte setzen, ihre Zeit frei und sinnvoll einteilen müssen und auf ihre Fähigkeiten bei der Recherche von Informationen sowie bei der Ergebnispräsentation zurückgreifen.

Das Methodentraining wird in diesem Jahrgang aufbauend auf dem Miniprojekt „Präsentationscoaching“ im 7.Jahrgang mit einer intensiven Powerpoint Schulung fortgeführt. Die theoretischen Fähigkeiten setzen die Schülerinnen und Schüler in einem fachübergreifenden Projekt der Fächer Englisch und Gesellschaftslehre in die Praxis um. Interessengeleitet und nach Schwierigkeitsgrad des Themas differenziert erstellen die Schülerinnen und Schüler in Absprache mit den Tutoren und den Englisch-Fachkräften Präsentationen zu spezifisch australischen Themen, die in ihrer Gesamtheit ein großes Australien Portfolio im Sinne der exemplarischen Untersuchung eines Landes ergeben.

In einem Fachübergriff aus Musik, Kunst und Gesellschaftslehre entwerfen die Schülerinnen und Schüler außerdem ein eigenes Produkt, für das sie die Verpackung und die Vermarktung erstellen. Sie setzen sich so auch aktiv mit dem Thema „Werbung „ auseinander und überlegen, wie Werbung funktioniert und wie sie das Leben auch ganz nebenbei beeinflusst.