Wanderausstellung "Die Opfer des NSU"

Vom 11.11–15.11.19 wird an der IGS Embsen die Ausstellung „Die Opfer des NSU“ gezeigt.

Im Juli 2018 endete der NSU-Prozess in München. Außer für Beate Zschäpe hatte dieser Prozess kaum Konsequenzen für die Mitangeklagten, weiteren Unterstützer*innen des NSU, den V-Leuten oder den Staat, der schützend seine Hand über den NSU-Komplex legte. Und die Opfer? Sie scheinen fast vergessen, spielten im Prozess nur eine untergeordnete Rolle und die Angehörigen warten bis heute auf Antworten auf ihre Fragen.

Die Ausstellung setzt sich mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 1999 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe im November 2011 auseinander. Neben den Biografien der zehn Mordopfer, den Bombenanschlägen sowie zahlreichen Banküberfällen beleuchtet die Ausstellung Neonaziszenen, aus denen der NSU hervorging. Analysiert werden zudem Gründe, warum die Mordserie so lange unaufgeklärt blieb.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.opfer-des-nsu.de

Im Laufe der Ausstellungswoche werden die Schulklassen der Jahrgänge 9-12 die Ausstellung besuchen. Dabei werden sie von Schüler*innencoaches des 10.Jahrgangs durch die Ausstellung geführt.

Die Ausstellung ist vormittags nicht öffentlich, es gibt aber für interessierte Besucher die Möglichkeit, sich diese am Mittwoch, den 13.11. ab 18:00 Uhr anzusehen. Die Schüler*innencoaches führen wiederum durch die Ausstellung.  Im Anschluss (ab 19 Uhr) wird im Schulrestaurant der Film "Der Kuaför aus der Keupstraße" gezeigt, zudem gibt es einen Bücherstand zum Thema „NSU“.